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Welche Indizien können Rückschlüsse darauf geben, dass ein Award zweckentfremdet, statt als würdige Auszeichnung als Werbebanner missbraucht wird?
Wir unterscheiden drei Arten:
1.
Indizien, die jedes für sich schon geeignet ist, die Vermutung zu erhärten.
2.
Indizien, die im Zusammenhang mit anderen die Vermutung erhärten.
3.
Indizien, die Auswirkungen auf den Schutz der Privatsphäre des Bewerbers haben.
4.
Kein Indiz - aber Vorsicht.
- Indizien, die jedes für sich schon geeignet ist, die Vermutung zu erhärten!
Bei einigen Indizien liegt der Verdacht sehr schnell nahe, dass das Vorliegen bereits eines einzigen dieser Indizien die Vermutung nachhaltig bestätigt, dass es sich hier um für Werbung zweckentfremdet missbrauchte Awards handelt. Dieses trifft zumindest für die ersten sieben Indizien zu, die in unseren Awardprojekten zu einer Ablehnung einer Bewerbung, einer Einstellung einer laufenden Bewerbung oder sogar zu einer nachträglichen Aberkennung eines unserer Awards oder Siegel führen können.
Wir bezeichnen jedes dieser Indizien als absolutes "NO GO"!
- Indiz 1: Die URL des Awardverleihers befindet sich auf der Awardgrafik
Dem Awardmaster einer ernst gemeinten und glaubwürdigen Awardvergabe kommt es darauf an, mit seinem Award eine Auszeichnung zu vergeben und damit ein großes Lob für die Bemühungen und Leistungen von Webmastern auszusprechen und seine Awardgrafik nicht als Werbebanner zu missbrauchen. Daher achtet er auch darauf, dass seine URL keine seiner Awardgrafiken ziert.
Eine ernsthaft und glaubwürdig betriebene Awardvergabe spricht sich schnell herum und macht schon so auf sich aufmerksam.
- Indiz 2: Voting - Awards
Bei einem Voting - Award können Besucher entscheiden, welcher der nominierten Webseiten sie ihre Stimme geben. Die Webseite, die in einem festgesetzten Zeitrahmen die meisten Stimmen auf sich vereinigt, erhält dann den Award.
Grundsätzlich kein schlechter Ansatz, praktisch jedoch besteht eine relativ einfache Möglichkeit der Verfälschung des Ergebnisses, meist durch den Awardbewerber selbst, denn er kann sich mittels "unlauterer Methoden hochvoten", indem er oder seine Bekannten und Freunde mehrfach für seine Webseiten abstimmen. Selbst vor dem Einsatz von Software zur Manipulation des Ergebnisses schrecken einige nicht zurück.
Durch diesen Makel der Ergebnisbeeinflussung wird ein Voting - Award in der Awardszene als keine wirklich ernsthafte Auszeichnung einer Webseite angesehen, abgesehen davon, dass man kaum stolz auf eine so leicht beeinflussbare Errungenschaft sein kann. In der Regel gibt es bei einem Voting - Award auch keine individuelle und persönliche Laudatio, die immerhin das Herzstück einer Awardvergabe darstellt, auch wenn der Award als solches einen sehr hohen individuellen Wert besitzt.
Dadurch, dass die nominierte Webseite oftmals einen Voting - Badge auf ihren Seiten ausstellen muss, über den dann Besucher aufgefordert werden, ihre Stimme für die Webseite abzugeben, erhält dieses Voting - Verfahren auch einen sehr faden Beigeschmack, dass es dem Voting - Awardbetreiber eher auf viele Klicks zu seinen Seiten und somit auf Werbung für seine Seiten ankommt, als dass er eine ernstzunehmende Auszeichnung vergeben möchte.
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- Indiz 3: Besucher - Awards
Einen sog. Besucher - Award, den man sich entweder nach dem Besuch einer Webseite als eine Art Dankeschön für den Besuch mitnehmen kann oder den man von einem Webseitenbetreiber als Dankeschön bekommt, dass man seine Webseiten besucht hat, hat rein gar nichts mit der Intention eines Awards als Auszeichnung für die Leistungen der Erschaffer ihrer Homepages gemeinsam.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, derartiges als "Award" zu bezeichnen? Was ist daran eine "Leistung", eine andere Webseite besucht zu haben? Wie kann man so naiv sein, derartige Werbebanner auch noch stolz in der Rubrik "Awards" oder "Auszeichnungen" auf seiner eigenen Homepage auszustellen?
Sind wir doch mal ehrlich: das ist doch nichts anderes, als ein Werbebanner in der reinsten Form, der unter dem Deckmäntelchen der Bezeichnung eines Awards an naive Besucher einer Webseite weitergegeben wird, in der Hoffnung, dass diese ihn auf ihren Seiten ausstellen und präsentieren. Der Vergeber derartiger Besucher - Awards - besser Werberbanner - freut sich über die kostenlose Werbung für seine Webseiten.
- Indiz 4: Trost - Awards
Einen Trost - Award erhält man in der Regel, wenn es der Bewerber nicht geschafft hat, einen Award zu erreichen. Wenn es nicht zu einer Auszeichnung gereicht hat, was soll dann dieser Trost - Award? Ist es nicht so, dass hiermit sogar ein Bewerber bloßgestellt wird, nach dem Motto: seht her, diese Seite hat es nicht geschafft?! Und auf so eine Auszeichnung soll man dann noch stolz sein? Oder hat sich der Awardvergeber erhofft, dass sein Trost - Award ausgestellt wird, dass er dadurch mehr Klicks auf seine eigene Webseite bekommt?
- Indiz 5: Banner - Awards
Bei einigen sog. Awardvergaben wird entweder ein Banner als Auszeichnung vergeben oder der Gewinner wird mit seinem Banner in einer Linkliste auf den Seiten der Vergabe ausgestellt. Hier liegt eindeutig der Verdacht nahe, dass der Banner als Werbemittel statt als ernst gemeinte Auszeichnung zum Einsatz kommt.
- Indiz 6: Awards, die man "bestellen" kann
Im Internet findet man oft Seiten, die sich als Awardvergaben bezeichnen, auf denen man lesen kann, dass das Ausfüllen eines Bewerbungsformulars schon ausreicht, um einen Award zu erhalten. Mit dem Abschicken dieses ausgefüllten Formulars "bestellt" man sozusagen seinen eigenen Award.
Sehr oft handelt es sich um kommerziell betriebene Seiten, bei denen man sich sogar noch registrieren lassen muss, um überhaupt zum Bewerbungsformular zu gelangen. Wer sich hier um einen sog. Award bewirbt und ihn dann auch noch stolz auf seinen Seiten ausstellt, hat den Sinn eines ernsthaften Awards nicht verstanden.
- Indiz 7: Awards, die von kommerziellen Webseiten vergeben werden
Vereine, Verbände oder Institutionen, die Spezial - Awards für professionelle Webseiten vergeben, gibt es genug. Doch sie verfolgen einen ganz anderen Zweck, als die Verleihung von Awards für "private" Webseiten, die meist aus Spaß am Hobby erstellt werden.
Welchen Zweck verfolgen kommerzielle Webseiten, wie Web - Hosting Anbieter oder Anbieter von Waren oder Dienstleistungen, wenn sie sog. Awards für "private" Webseiten vergeben? Liegt hier nicht der eindeutige Verdacht sehr nahe, dass es ihnen ausschließlich auf Werbung für ihre eigenen Seiten ankommt?
Zum Thema '2. Indizien, die im Zusammenhang mit anderen die Vermutung erhärten', erfährst Du auf der
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