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Sinn oder Unsinn eines Award Index
Was ist ein Award Index und welchen Zweck erfüllt er?
Es gibt keine feststehende Definition für den Begriff "Award Index" und so gibt es auch verschiedenste Auslegungen.
Die Einen halten den Award Index für überflüssig und begründen dies mit "Wer benötigt schon einen Award für einen Award" oder "Einen TÜV-Stempel für einen Award braucht niemand" oder "Ein Award Index ist eine Selbstbeweihräucherung für das Ego des Index-Betreibers".
Harte Worte!
Wie kommt diese Seite dazu, so hart zu reagieren?
Die Begründung, die sie liefern, ist recht einfach. Sie argumentieren damit, dass JEDER ohne Prüfung oder Zugangsvoraussetzungen eine Awardvergabe betreiben kann. Warum sollte also jemand diese freie Entscheidung kontrollieren und mit einem Prüfsiegel versehen wollen?
Die andere Seite hält den Award Index sehr wohl für zielführend und gibt als Begründung an: "Ein Award-Index listet Awardverleiher auf, die ihre Awardvergabe seriös, glaubwürdig und fair betreiben. Zur Aufnahme in einen solchen Index muss man sich bewerben. Die Evaluatoren solcher Award-Indizes prüfen das Awardprogramm und die Awardvergabe, ob es bestimmten Regeln entspricht."
Ist es so einfach, sich für ein Pro oder ein Kontra zu entscheiden? Welches Argument "sticht"?
Man muss sich mit dem gesamten Thema "Award" und hier natürlich insbesondere mit dem Thema "Web-Award" auseinander setzen, um ein Pro und ein Kontra abwägen zu können.
Maßgeblich kann der Schildbürgerstreich von Ralf Sturm alias "Schlingel" oder "Webschlingel", wie er genannt wurde, zur Diskussion beitragen. Die Gründung vieler Award - Indizes ist nämlich auf diesen Streich zurück zu führen. Ursprüngliche Idee war, der Award-Fan-Gemeinde zu helfen, die so genannten Fake-Awardprogramme und -Verleiher zu entlarven. Anhand von ganz bestimmten Indizienkatalogen wollte man die Streu vom Weizen trennen, den Awardbewerbern bei der Auswahl der Awardverleiher Hilfestellung zu leisten.
Jeder Awardverleiher konnte sich bei einem Award-Index bewerben, um seine "ehrliche" Absicht nach bestimmten Kriterien überprüfen zu lassen. Bestand er die Prüfung, wurde er meist als Mitglied in den Index aufgenommen.
Folgt man uneingeschränkt diesem Grundgedanken, kann man schwer behaupten, dass ein Award-Index überflüssig und somit nicht zielführend ist.
Aber damit ist das Argument der Gegenseite noch nicht entschärft, die immer noch behauptet, dass es keine Zulassungsvoraussetzungen gibt, auch nicht für die Award-Indizies und letzten Endes auch jeder Award-Index-Betreiber seine Kriterien frei bestimmen kann.
So falsch ist das Argument gar nicht, oder?! Ist ein Award-Index auf Gutdünken aufgebaut?
Betrachtet man die Zeit, wie sie sich nach dem Schildbürgerstreich entwickelt hat, so muss man feststellen, dass eine ganze Reihe von Award-Indizes aus dem Boden geschossen sind. Wenig später schien es so, als sei den Awardverleihern nur noch wichtig, mit wie vielen Prüfsiegeln man sich schmücken konnte.
Eine Entschärfung erfährt das Argument der Gegenseite erst, wenn man sich wieder auf den Ursprung der eigentlichen Awardvergabe und dem eigentlichen Sinn eines Award-Index besinnt und sich ganz eindeutig dafür ausspricht!
Was den Award-Index betrifft, behält er nur dann seinen Sinn und seine Daseinsberechtigung, wenn er uneingeschränkt die Interessen der Awardverleiher vertritt, die den Awardbewerbern eine seriöse, faire und auch glaubwürdige Awardvergabe gewährleisten und somit einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass dem ideellen Wert des Awards unter den Homepagebetreibern Rechnung getragen wird.
Zugegeben, eine faire und seriöse Awardvergabe kann kaum nachgewiesen werden, weil man nicht weiß, wie der Awardmaster mit seinen Bewerbern umgeht. Aber den Grundgedanken einer fairen, seriösen und auch glaubwürdigen Awardvergabe kann man schon daran feststellen, wenn zu erkennen ist, dass sich der Awardmaster um Ehrlichkeit und Integrität bemüht, indem er sich gesetzeskonform verhält, nicht nur Statements zur Einhaltung der Privatsphäre und zu den Regeln des Code of Ethics abgibt, sondern sich selbst nachweislich daran hält und auch danach handelt, kaum Hinweise auf Indizien eines Fake Awards liefert und von seinen Bewerbern nicht mehr verlangt, als er selbst im Stande ist zu bieten! Dazu zählt auch der respektvolle und freundliche Umgang mit allen Beteiligten.
Was die Awardverleiher betrifft müssen auch sie sich auf ihre Fahne schreiben, dass sie nur dann als seriös, fair und glaubwürdig angesehen werden können, wenn sie sich selbst uneingeschränkt dem eigentlichen Gedanken der Awardvergabe unterwerfen:
"Im Internet gibt es zahlreiche Homepages und private Websites, die es verdienen, ausgezeichnet zu werden, deren Erschaffern (den Webmastern) wir applaudieren sollten und die für ihre Arbeit eine Auszeichnung verdient haben! Der Award als Auszeichnung sollte den uneingeschränkten Respekt gegenüber dem Awardbewerber ausdrücken, dem Bewerber in dem bestätigen, was er bisher geleistet hat, ihn ermutigen und ein großes Lob für die bisherigen Bemühungen und Leistungen aussprechen, denn sie alle geben ein Stück von sich selbst, ihre Zeit, ihre Interessen, auch und gerade um uns alle zu unterhalten und zu erfreuen!"
In diesem Sinne - immer für eine faire, seriöse und glaubwürdige Awardvergabe stehend ...
Dani & Mike
1. November 2007
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